Tag der offenen Tür - Lachen Speyerdorf

Unter dem Motto „Go-Special“ erwartete die Bürger und Angehörigen ihrer Feuerwehr am Sonntag, dem 29.06.2014, ein Gottesdienst der besonderen Art in der Evangelischen Kirche. Die Organisatoren waren die Landeskirchliche Gemeinschaft (Gemeinschaftspastor Patrik Frank) und die Protestantische Kirchengemeinde Lachen-Speyerdorf (Pfarrer Stephan Oberlinger). Das gab es so noch nie. Bereits die Dekoration im Kircheninneren zeigte deutlich, dass die Feuerwehr eine besondere Rolle spielen sollte. Im Programmablauf folgten neben Gesang und Predigt dann auch eine kurze Präsentation mit Bildern aus Einsätzen und ein Dialog zwischen Siegfried Stangohr und 4 Feuerwehrangehörigen. Im Anschluss an den Gottesdienst stand der Löschzug Lachen-Speyerdorf den ganzen Tag für seine Bürger zur Verfügung. Einmal hautnah die Arbeit bei der Feuerwehr miterleben, das durfte man, indem man die Schutzausrüstung anzog und mit Schere, Spreizer und Rettungszylinder an einem Auto zu arbeiten begann. Die Belastung von Hitze auf den Körper in dieser Kleidung und die körperlich schwere Arbeit brachte einmal mehr die Leistungsfähigkeit einer Feuerwehrfrau/eines Feuerwehrmannes zum Ausdruck. Einen Grund zum Feiern gab es auch bei der Jugendfeuerwehr. Seit ihrer Gründung sind 5 Jahre vergangen und die Nachwuchsarbeit trägt Früchte. Bereits 10 Angehörige der Jugendfeuerwehr wechselten im Alter von 16 Jahren in den aktiven Dienst. Bei einer Schauübung stellten die derzeitigen Jugendfeuerwehrmitglieder ihr Können unter Beweis. Interessierte Kinder im Alter von 10 bis 15 Jahren sind immer herzlich willkommen. „Brandgefahren im Haushalt“, gibt es in jedem Zimmer ... Eindrucksvoll von den Kameraden um Michael Jaspers (Freiwillige Feuerwehr Otterstadt – VG Waldsee) mit der Ausstellung von beschädigten Haushaltgeräten dargestellt, kamen sie mit so mancher Familie ins Gespräch. Vielen sind die verschiedenen Brandauslöser, die jeder bei sich zu Hause hat, gar nicht bewusst. Ob es der Fernseher ist, der Wäschetrockner, der Fön oder ein anderes Gerät des zum Teil täglichen Gebrauchs ... sie können durch technischen Defekt auch die Ursache für die Entstehung eines Wohnungsbrandes sein. Um nicht im Schlaf von Feuer und Rauch überrascht zu werden, bzw. im Schlaf zu ersticken, gibt es seit 2012 in Rheinland-Pfalz die Rauchwarnmelderpflicht. Die häufigste Todesursache bei Wohnungsbränden ist das Ersticken im Rauch ... Wie wichtig diese „kleinen Retter“ sind, zeigen immer wieder die Einsätze der Feuerwehren. Man hört oft von „ausgelösten Rauchwarnmeldern, wodurch die Nachbarn gewarnt wurden und sie den Notruf dann absetzen konnten ...“ Oftmals konnte so einem Menschen in Not noch rechtzeitig geholfen werden. Auch über Rauchwarnmelder konnte man sich beim Tag der offenen Tür an einem extra Stand ausführlich informieren. Im aufgestellten Überschlagsimulator konnten die Besucher erfahren was es heißt sich mit seinem Pkw zu überschlagen und seitlich oder kopfüber im Sicherheitsgurt zu hängen. Um sich selbst aus einer solchen Notsituation zu befreien, braucht man viel Kraft. Ebenso zeigt es einmal mehr, wie wichtig es ist, sich bei jeder Autofahrt anzuschnallen. Ein lauter Knall zog die Aufmerksamkeit der Zuschauer auf sich. Eine kleine Spraydose explodierte, weil sie zu lang zu großer Hitze ausgesetzt war. Eine Gefahr, die immer wieder im Sommer lauert, wenn die Menschen ihre Deosprays oder andere Spraydosen im Auto aufbewahren und dieses längere Zeit in der prallen Sonne steht. Womit löscht man, wenn in der Küche auf dem Herd das Fett zu heiß geworden ist und anfängt, zu brennen? Vorausgesetzt es wird rechtzeitig bemerkt, kann das Feuer mit dem Deckel vom Topf oder einer Löschdecke erstickt werden. Auch dies wurde demonstriert. Auf eine Reise durch die Feuerwehrgeschichte wurde man bei einer Modenschau eingeladen, auf der mehrere Bekleidungsmodelle von damals und heute gezeigt wurden. Passend dazu standen die Feuerwehrautos aufgereiht auf der Straße. Zu sehen war sogar ein aktives Löschfahrzeug der US-Feuerwehr aus Kaiserslautern. Barbara Reidenbach und Ralf Schwartz standen jederzeit gerne für Fragen zur Verfügung. Ebenso bekam man Auskunft an den neuen und alten Autos und Gerätschaften, welche vom Löschzug ausgestellt wurden. Für die Kinder gab es auch zahlreiche Attraktionen. Zum Mitmachen wurde beim Brandhäuschen und bei der Feuerwehr-Spritzwand aufgefordert, ebenso gab es eine Malecke und eine Hüpfburg. Essen, Trinken, Kaffee, Kuchen und sogar Eis rundeten den Tag der offenen Tür beim Löschzug Lachen-Speyerdorf ab. So blieben keine Wünsche offen. Das große Interesse der Bevölkerung an ihrer Feuerwehr wurde durch ca. 600 Besucher bestätigt. Ein besonderer Dank geht auch noch mal an die verständnisvollen Anwohner, die an diesem Tag nicht vor ihren Häusern parken und auch nicht durch die Straße hindurch fahren konnten. Text: Anke Luipold Fotos: Ralf U. Heinrich


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